Science Day 2008

31.10.2008 - 08:00
31.10.2008 - 14:00

Am Freitag, 31. Oktober 2008 ab 08:00 Uhr findet der alljährliche Science Day statt. Wer einfach mal vorbeischauen möchte oder wer seine Doktorarbeit dort als Poster-Vortrag präsentieren (und damit in einem wissenschaftlichen Wettbewerb konkurrieren) will, findet die nötigen Informationen auf der Campus-Homepage. Es werden Preise in drei Kategorien vergeben: experimentelle, klinische und naturwissenschaftliche Doktorarbeit in der Medizin. Viel Erfolg!

  • Was: Science Day 2008
  • Wann: Freitag, 31. Oktober 2008 ab 08:00 Uhr
  • Wo: Foyer des Lehrgebäudes
  • Wer: alle, die Interesse haben

Link des Monats (September): Visible Body - 3D Human Anatomy

Visible Body ist ein interaktiver 3D-Anatomie- und Physiologie-Atlas. Bei dem dargestellten Modell eines Menschen kann man Schicht für Schicht Haut, Muskeln, Gefäße, Nerven oder das Skelett ein- oder ausblenden sowie einzelne Körperregionen und Organe isolieren. So lässt sich z.B. gezielt die Region des Plexus brachialis aus allen Blickwinkeln darstellen und man kann dann vom Einstich in die Haut bis zum Erreichen der Nerven die Anatomie einer Regionalanästhesie in diesem Gebiet rekapitulieren. Und zukünftige Chirurgen können sich in Erinnerung rufen, was man auf dem Weg zum Wurmfortsatz des Blinddarms alles durchschneiden muss.

Es wird keine spezielle Software benötigt, Visible Body läuft als Webanwendung im Internet-Browser. Dazu müssen einmalig Daten heruntergeladen werden, was einige Zeit dauern kann. Danach läuft die Anwendung aber recht flott. Um das Angebot nutzen zu können, ist eine kostenlose Registrierung erforderlich. Leider läuft Visible Body z.Zt. nur mit dem Internet Explorer unter Windows. Eine Firefox- und eine Mac-Version sollen folgen.

Bewertung: 4 (6 Wertungen)

Infoveranstaltung: Chirurg werden

10.11.2008 - 12:00
10.11.2008 - 14:00

Der Nachwuchsmangel macht auch vor der Chirurgie nicht halt. So lädt der Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. zu einer Infoveranstaltung für alle, die sich vorstellen können, einmal Chirurg/Chirurgin zu werden.

Wer Interesse hat, kann am Montag, 10. November 2008 ab 12 Uhr in den Hörsaal L20 kommen.

  • Was: Info-Veranstaltung zum Thema "Chirurg werden"
  • Wann: Montag, 10. November 2008 ab 12:00 Uhr
  • Wo: Lehrgebäude L20
  • Wer: alle, die Interesse haben

Dr. Robot is on call - Robodoc rollt zur Visite

Noch einen Schritt weiter als der "virtuelle Doktor" von FreeMD.com geht diese Entwicklung von Dr. Ben Kanter aus San Diego, Kalifornien: der Robodoc sieht aus wie eine Mischung aus Robocop und Vogelscheuche. Bizarrerweise hört das Gefährt auf den Namen "Iris" - in der griechischen Mythologie eigentlich Mittlerin zwischen Himmel und Erde. Ein echter Halbgott in Weiß also.

Iris wird mit einem Joystick ferngesteuert und kommuniziert über das Internet per Video-Bildschirm mit Patienten und kann so zur Visite rollen, z.B. wenn der Patient das Pech hat, in einem entlegenen Teil der Erde krank zu werden - oder der richtige Arzt auf dem Golfplatz weilt und zur Samstagsvisite nicht extra ins Krankenhaus kommen will. Nach 8 Stunden ist allerdings der Akku leer. So ist der Robodoc wahrscheinlich der einzige Arzt weltweit, der das Arbeitszeitgesetz tatsächlich einhält - wenn auch bloß technisch bedingt.

FreeMD(R) - Your Virtual Doctor

Ein Beispiel für ein medizinisches Expertensystem gibt es auf FreeMD.com: der Ratsuchende gibt ein Symptom ein, der "virtuelle Arzt" stellt davon abhängig weitere Fragen, um weiter einzugrenzen. Beeindruckend ist dabei der Gleichmut, mit dem der tapfere Dr. Schueler, der die Seite ins Leben gerufen hat, die hunderte von Fragen in die Videokamera gesprochen hat, stets mit dem gleichen Gesichtsausdruck. Am Ende kommt dabei eine Liste mit möglichen Erklärungen für das Symptom heraus (der Begriff "Diagnose" wird bewusst vermieden) und es werden Empfehlungen gegeben, wie sich der Patient verhalten soll. Eine Praxisgebühr wird nicht fällig, der Service ist kostenlos. Untersuchen muss man sich jedoch selbst...

Bewertung: 4 (4 Wertungen)

Gibt es eine kostenlose Alternative zur Literaturverwaltung EndNote?

In vielen Arbeitsgruppen wird mit der komplexen und relativ teuren Literaturverwaltung EndNote gearbeitet. Wer keinen ständigen Zugang zu einem Rechner im Labor oder dem Rechenzentrum der Uni hat, findet eine ebenfalls sehr leistungsfähige, noch dazu kostenlose Alternative im Internet: Zotero.

Zotero wird als Erweiterung (Add-On) des ebenfalls kostenlosen Web-Browsers Firefox installiert. Dann lassen sich bibliographische Daten einfach per Mausklick in die Literatursammlung aufnehmen. Ruft man z.B. im Browser einen Artikel in der PubMed-Datenbank oder einen Buchtitel in Amazon auf, erkennt Zotero automatisch, dass es sich um Literatur handelt und blendet ein kleines Icon ein. Klickt man dieses an, werden alle bibliographischen Daten (Titel, Journal oder Verlag, Autoren, Schlagwörter, Publikationsdatum, Auflage etc.) in deine Literatursammlung aufgenommen.

Die Einträge deiner Literatursammlung können mit Anmerkungen, Dateianhängen (z.B. PDF- oder Word-Dokumenten) oder Bild-Dateien (z.B. Screenshots) versehen werden, es können Schlagwörter ("Tags") vergeben werden und die Sammlung kann nach verschiedenen Kriterien gruppiert werden, ähnlich wie deine Musiksammlung in iTunes oder Winamp.

Link des Monats (August): Labmeeting.com

Soziale Netzwerke gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Die Seite Labmeeting.com bedient jedoch eine spezielle Zielgruppe: Arbeitsgruppen (bio-)medizinischer Wissenschaften. Wenn du also eine experimentelle Doktorarbeit schreibst und mit Kollegen Laborprotokolle, Informationen oder Paper austauschen, dein Literaturverzeichnis auf dem neuesten Stand halten oder mit anderen Wissenschaftlern in Kontakt treten willst, bist du hier richtig.

Was bei StudiVZ, Facebook & Co. die Freundesliste, ist bei Labmeeting.com die Kontaktliste mit Kollegen und Mitarbeitern. Fotos und Videos entsprechen Papern bzw. Vorträgen und statt Mitglied in Gruppen bist du hier Mitglied eines Labors. Du gibst in deinem Profil auch keine Hobbies an, sondern wissenschaftliche Interessen und Methoden, mit denen du arbeitest.

Das Besondere an dem kostenlosen Service ist, dass du deine Paper-Sammlung und Vorträge hochladen und deinem Benutzerprofil hinzufügen kannst. Die bibliographischen Daten werden dabei automatisch von PubMed abgerufen und in deiner Literaturdatenbank eingetragen. Die PDF-Dateien werden dann in das iPaper-Format umgewandelt. So lassen sich die Dokumente online in jedem Web-Browser betrachten oder an Kollegen versenden. So hast du jederzeit weltweit Zugriff auf deine Paper und Vorträge.

Bewertung: 4.2 (6 Wertungen)

The intersection of online social networking with medical professionalism

Welche Informationen geben (zukünftige) Ärzte der Öffentlichkeit - also möglicherweise auch Patienten - auf Seiten wie StudiVZ, MySpace oder Facebook von sich preis?

Dazu ist kürzlich im Journal of General Internal Medicine eine Studie der University of Florida erschienen. Thompson, Dawson und Kollegen untersuchten darin die Facebook-Profile von Medizinstudenten und Assistenzärzten u.a. mit der Fragestellung, ob die Profile öffentlich zugänglich sind und dem Arztberuf unangemessene Inhalte enthalten.

Die Studie ergab, dass am College of Medicine der Uni Florida 44,5% der jungen Mediziner einen Facebook-Account haben. Knapp zwei Drittel aller Profile lassen sich öffentlich einsehen. Viele davon enthalten persönliche Angaben oder unangemessene Inhalte, die Ärzte öffentlich sonst lieber nicht mitteilen würden. Welcher Patient lässt sich z.B. gerne von einem Chirurgen operieren, der als Lieblingsfilm Texas Chainsaw Massacre angibt?

Die Autoren raten daher zu einem zurückhaltenden Umgang mit sozialen Netzwerken. Denn schließlich möchte nicht jeder in zehn Jahren noch unvorteilhafte Fotos aus seiner Studentenzeit unter die Nase gerieben bekommen.

J Gen Intern Med. 2008 Jul;23(7):954-7.

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