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Feierabend-Bier wirksamer als Beta-Blocker: Alcohol intake and the Risk of coronary heart disease

In Heart, einem Ableger des British Medical Journal, wurde kürzlich eine Studie über den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen veröffentlicht.

Die groß angelegte Studie kommt zu dem (für alle Bier- und Weintrinker beruhigenden) Ergebnis, dass regelmäßiger Alkoholkonsum das Risiko für Herzerkrankungen um ein Drittel reduziert: "Moderate, high and very high consumption was associated with a reduce risk of CHD in men." Damit ist das tägliche Feierabend-Bier wirksamer als die meisten medikamentösen Therapien. Prost!

Heart. 2009 Nov 19. [Epub ahead of print]

British Medical Journal (Weihnachtsausgabe): Festtagsmythen unter der Lupe

In der Weihnachtsausgabe des renommierten British Medical Journal (Vol 337, Issue 7684) erschienen kürzlich einige interessante Artikel und Studien, die das Vorurteil über die als etwas exzentrisch und spleenig geltenden Briten zu bestätigen scheinen.

Darin z.B. ein Feature über den Wahrheitsgehalt von Festive medical myths (BMJ 2008;337:a2769). Nachgegangen wird darin den verbreiteten Meinungen, zu viele Süßigkeiten würden bei Kindern Hyperaktivität verursachen, die Selbstmordrate sei Weihnachten überdurchschnittlich hoch, Weihnachtssterne seien giftig, der größte Wärmeverlust geschehe über den Kopf, nächtliche Mahlzeiten machten dick und ein "Kater" nach zu viel Alkoholgenuss lasse sich durch verschiedene Hausmittel kurieren.

Weitere interessante Beiträge sind u.a. eine Studie zum erhöhten Risiko von Kopf- und Nackenverletzungen bei Heavy-Metal-Fans (BMJ 2008;337:a2825) und eine Untersuchung der Harvard Medical School zur Sicherheit von Vaginalduschen mit Coca-Cola zur Kontrazeption (BMJ 2008;337:a2873). Die angeblich spermizide Wirkung des Getränkes und die als "convenient 'shake and shoot' applicator" fungierende Cola-Flasche machte dies offenbar in der Prä-Pillen-Zeit zu einer beliebten Verhütungsmethode. Beruhigend: Der letzte Abschnitt des Artikels ist mit "Better methods are available" überschrieben.

Ein Gedicht des 15jährigen Winston Churchill über die Grippeepidemie in den 1890er-Jahren rundet die ungewöhnliche 7684. Ausgabe des BMJ ab.

Zum Vergleich: Das Deutsche Ärzteblatt wartet in seiner Ausgabe vom 22. Dezember mit Themen wie "Weichenstellungen für die Geldströme im Gesundheitswesen", "Adipositas bei Kindern" und Bekanntgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung auf. Womit sicherlich einige Vorurteile über uns Deutsche bestätigt wären.

Koloskopie ohne Propofol

Dass eine Koloskopie gar nicht schlimm sein muss, zeigt dieser YouTube-Clip (mit dem Jazz- und Soul-Sänger Lou Rawls als Doktor, der von seiner Krankenschwester als "Michael Jordan der Darmspiegelung" vorgestellt wird):

Dr. Robot is on call - Robodoc rollt zur Visite

Noch einen Schritt weiter als der "virtuelle Doktor" von FreeMD.com geht diese Entwicklung von Dr. Ben Kanter aus San Diego, Kalifornien: der Robodoc sieht aus wie eine Mischung aus Robocop und Vogelscheuche. Bizarrerweise hört das Gefährt auf den Namen "Iris" - in der griechischen Mythologie eigentlich Mittlerin zwischen Himmel und Erde. Ein echter Halbgott in Weiß also.

Iris wird mit einem Joystick ferngesteuert und kommuniziert über das Internet per Video-Bildschirm mit Patienten und kann so zur Visite rollen, z.B. wenn der Patient das Pech hat, in einem entlegenen Teil der Erde krank zu werden - oder der richtige Arzt auf dem Golfplatz weilt und zur Samstagsvisite nicht extra ins Krankenhaus kommen will. Nach 8 Stunden ist allerdings der Akku leer. So ist der Robodoc wahrscheinlich der einzige Arzt weltweit, der das Arbeitszeitgesetz tatsächlich einhält - wenn auch bloß technisch bedingt.

Komplexe Zusammenhänge tänzerisch dargestellt

Hier eine sehr anschauliche Darstellung des Reizleitungssystems des Herzens und seiner Störungen:

Dies ist allerdings noch gar nichts im Vergleich zu folgender Darbietung aus den 1970er Jahren, dargestellt von Studenten der Waldorf... - äh - Stanford University und mit einem einführenden Kommentar versehen von Chemie-Nobelpreisträger Paul Berg.

Wenn das Herz denken könnte, stünde es still.

— Fernando Pessoa

Niemand ist zu jung oder zu alt, für die Gesundheit seiner Seele zu sorgen.

— Epikur

Alle Leiden des Menschen kommen daher, daß er nicht ruhig auf seinem Zimmer sitzen kann.

— Blaise Pascal

Potente Gehirne stärken sich nicht durch Milch, sondern durch Alkaloide.

— Gottfried Benn

We don't make mistakes, we just have happy accidents.

— Bob Ross

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