Feierabend-Bier wirksamer als Beta-Blocker: Alcohol intake and the Risk of coronary heart disease

In Heart, einem Ableger des British Medical Journal, wurde kürzlich eine Studie über den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen veröffentlicht.

Die groß angelegte Studie kommt zu dem (für alle Bier- und Weintrinker beruhigenden) Ergebnis, dass regelmäßiger Alkoholkonsum das Risiko für Herzerkrankungen um ein Drittel reduziert: "Moderate, high and very high consumption was associated with a reduce risk of CHD in men." Damit ist das tägliche Feierabend-Bier wirksamer als die meisten medikamentösen Therapien. Prost!

Heart. 2009 Nov 19. [Epub ahead of print]

Facharztweb.de - Bewerte deine Weiterbildung

Das Bewertungsportal facharztweb.de richtet sich an Assistenzärzte. Dort kannst du die Qualität deiner Weiterbildung bewerten (ähnlich wie die PJ-Evaluation am Ende eines Tertials). Für die Stellensuche ist die Seite hilfreich, um unabhängig von der Selbstdarstellung des zukünftigen Arbeitgebers ein realistisches Bild über die zu erwartenden Arbeitsbedingungen zu erhalten.

Kliniken können das Portal nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen oder um die erhaltenen Bewertungen zu kommentieren. Also so etwas wie "Spickmich" für Assistenzärzte... (Kostenlose Registrierung erforderlich.)

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Examensumfrage


Du hast gerade dein Examen absolviert? Dann nimm dir doch zum Ausfüllen des Fragebogens fünf Minuten Zeit und hilf mit, die Examensvorbereitung zu entmystifizieren! Nebenbei erfährst du so auch, wie deine Mitstreiter fürs Examen gelernt und wie sie abgeschnitten haben.

Welche Lernstrategie führt am ehesten zum Erfolg? Welche Bücher sind auf dem Weg zum Hammerexamen am beliebtesten? Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Leistung im klinischen Studium und der Examensnote? Wie viele Stunden lernt der Durchschnitts-Kandidat am Tag? Schneidet man besser ab, wenn man ein Urlaubssemester zum Lernen nimmt? Kreuzt man im Examen besser als während der Vorbereitung? Schneiden Scrubs-Fans besser ab als Teilnehmer, die lieber Dr. House oder Grey's Anatomy sehen?

Diese Fragen sollen hier mit einer anonymen Umfrage beantwortet werden. Denn häufig herrscht gegen Ende des PJs große Unsicherheit: Kreuzen oder Lesen? Wann anfangen zu lernen? Urlaubssemester nehmen oder nicht? Wie viel Zeit sollte zum Lernen eingeplant werden? Lernen die anderen mehr bzw. anders als ich? Kurz: es gibt noch keine "evidenzbasierte Examensvorbereitung". Dies ist ein Versuch, etwas Licht ins Dunkel zu bringen (Ergebnisse ansehen).

British Medical Journal (Weihnachtsausgabe): Festtagsmythen unter der Lupe

In der Weihnachtsausgabe des renommierten British Medical Journal (Vol 337, Issue 7684) erschienen kürzlich einige interessante Artikel und Studien, die das Vorurteil über die als etwas exzentrisch und spleenig geltenden Briten zu bestätigen scheinen.

Darin z.B. ein Feature über den Wahrheitsgehalt von Festive medical myths (BMJ 2008;337:a2769). Nachgegangen wird darin den verbreiteten Meinungen, zu viele Süßigkeiten würden bei Kindern Hyperaktivität verursachen, die Selbstmordrate sei Weihnachten überdurchschnittlich hoch, Weihnachtssterne seien giftig, der größte Wärmeverlust geschehe über den Kopf, nächtliche Mahlzeiten machten dick und ein "Kater" nach zu viel Alkoholgenuss lasse sich durch verschiedene Hausmittel kurieren.

Weitere interessante Beiträge sind u.a. eine Studie zum erhöhten Risiko von Kopf- und Nackenverletzungen bei Heavy-Metal-Fans (BMJ 2008;337:a2825) und eine Untersuchung der Harvard Medical School zur Sicherheit von Vaginalduschen mit Coca-Cola zur Kontrazeption (BMJ 2008;337:a2873). Die angeblich spermizide Wirkung des Getränkes und die als "convenient 'shake and shoot' applicator" fungierende Cola-Flasche machte dies offenbar in der Prä-Pillen-Zeit zu einer beliebten Verhütungsmethode. Beruhigend: Der letzte Abschnitt des Artikels ist mit "Better methods are available" überschrieben.

Ein Gedicht des 15jährigen Winston Churchill über die Grippeepidemie in den 1890er-Jahren rundet die ungewöhnliche 7684. Ausgabe des BMJ ab.

Zum Vergleich: Das Deutsche Ärzteblatt wartet in seiner Ausgabe vom 22. Dezember mit Themen wie "Weichenstellungen für die Geldströme im Gesundheitswesen", "Adipositas bei Kindern" und Bekanntgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung auf. Womit sicherlich einige Vorurteile über uns Deutsche bestätigt wären.

Link des Monats (Dezember): ONKODIN Onkologie, Hämatologie

Das ONKODIN-Projekt ist ein "kostenfreies, systematisches Informationssytem für die klinischen Aspekte der Onkologie und Hämatologie" und kann auch als Online-Lehrbuch verwendet werden. Verantwortlich für den Inhalt sind namhafte Autoren aus Deutschland, die auf diesem Portal umfangreiche Informationen zu Aspekten aus dem Fachgebiet der Hämatologie/Onkologie zusammenstellen.

Informationen zu onkologischen Erkrankungen, Literaturreferate, Infos zu aktuellen Studien und ein hämato-onkologischer Bildatlas werden ebenso angeboten wie Kongressbeiträge und Multimedia-Vorträge in Form von Videos und Folien sowie Patienteninformationen.

Das Angebot ist deutschsprachig, kostenlos und frei zugänglich.

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Examenswegweiser: Tipps und Links zum Hammerexamen

Hier eine Zusammenstellung der auf Harvey-Semester.de gesammelten Examenstipps. Weitere Informationen, Daten und Fakten sowie einen Lernplan zum Hammerexamen gibt es im Menü Examen. Viel Erfolg!

Allgemeine Tipps zur Examensvorbereitung

Anleitung zum Hammerexamen:
häufig auftretende Fragen, Tipps und Erfahrungen zum schriftlichen und zum mündlichen Teil

Auswertung der Examensumfrage:
erfolgreichste Lernstrategie, durchschnittliche Lernzeit, lohnt sich ein Urlaubssemester?

Daten und Fakten zu den bisherigen Examen

Daten und Fakten zum Hammerexamen:
bisherige Examensergebnisse und Durchfallquoten, Fächerverteilung, Notenspiegel und Notenentwicklung, das (statistische) Durchschnittsexamen

Examensergebnisse im Verlauf:
Kennzahlen zur Abschätzung der Schwierigkeit eines Examens wie Durchfallquote, durchschnittliche Punktzahl der Referenzgruppe und der Anteil der Examenskandidaten mit mehr als 250 Punkten

Notenentwicklung:
ungefähre Notenverteilung im Verlauf

Alle Angaben ohne Gewähr!

Koloskopie ohne Propofol

Dass eine Koloskopie gar nicht schlimm sein muss, zeigt dieser YouTube-Clip (mit dem Jazz- und Soul-Sänger Lou Rawls als Doktor, der von seiner Krankenschwester als "Michael Jordan der Darmspiegelung" vorgestellt wird):

Link des Monats (November): Clinical Cases and Images

Ein sehr informativer und lehrreicher Blog ist Clinical Cases and Images, das klinische Fähigkeiten anhand von Fallbeispielen, Bildern und PodCasts vermittelt. Die Seite hat sich zum Ziel gesetzt, die Kluft zwischen Theorie und Praxis zu schließen. Denn oft präsentieren sich Patienten nicht, wie es im Herold steht. Oder wie es auf der Seite formuliert wird: "Sein Asthma hat das Buch nicht gelesen."

Es finden sich unterhaltsam kommentierte EKG-Beispiele (PodCasts mit dazugehörigen EKG-Bildern), reichlich illustrierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen (z.B. ZVK-Anlage), Videos zur klinischen Untersuchung und interessante Case Reports aus verschiedenen Fachgebieten. Der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich der Inneren Medizin.

Die Seite eignet sich nicht nur zum Auffrischen und Anwenden von theoretischem Wissen, sondern kann z.B. bei der Vorbereitung auf mündliche Prüfungen helfen.

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