FreeMD(R) - Your Virtual Doctor

Ein Beispiel für ein medizinisches Expertensystem gibt es auf FreeMD.com: der Ratsuchende gibt ein Symptom ein, der "virtuelle Arzt" stellt davon abhängig weitere Fragen, um weiter einzugrenzen. Beeindruckend ist dabei der Gleichmut, mit dem der tapfere Dr. Schueler, der die Seite ins Leben gerufen hat, die hunderte von Fragen in die Videokamera gesprochen hat, stets mit dem gleichen Gesichtsausdruck. Am Ende kommt dabei eine Liste mit möglichen Erklärungen für das Symptom heraus (der Begriff "Diagnose" wird bewusst vermieden) und es werden Empfehlungen gegeben, wie sich der Patient verhalten soll. Eine Praxisgebühr wird nicht fällig, der Service ist kostenlos. Untersuchen muss man sich jedoch selbst...

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Gibt es eine kostenlose Alternative zur Literaturverwaltung EndNote?

In vielen Arbeitsgruppen wird mit der komplexen und relativ teuren Literaturverwaltung EndNote gearbeitet. Wer keinen ständigen Zugang zu einem Rechner im Labor oder dem Rechenzentrum der Uni hat, findet eine ebenfalls sehr leistungsfähige, noch dazu kostenlose Alternative im Internet: Zotero.

Zotero wird als Erweiterung (Add-On) des ebenfalls kostenlosen Web-Browsers Firefox installiert. Dann lassen sich bibliographische Daten einfach per Mausklick in die Literatursammlung aufnehmen. Ruft man z.B. im Browser einen Artikel in der PubMed-Datenbank oder einen Buchtitel in Amazon auf, erkennt Zotero automatisch, dass es sich um Literatur handelt und blendet ein kleines Icon ein. Klickt man dieses an, werden alle bibliographischen Daten (Titel, Journal oder Verlag, Autoren, Schlagwörter, Publikationsdatum, Auflage etc.) in deine Literatursammlung aufgenommen.

Die Einträge deiner Literatursammlung können mit Anmerkungen, Dateianhängen (z.B. PDF- oder Word-Dokumenten) oder Bild-Dateien (z.B. Screenshots) versehen werden, es können Schlagwörter ("Tags") vergeben werden und die Sammlung kann nach verschiedenen Kriterien gruppiert werden, ähnlich wie deine Musiksammlung in iTunes oder Winamp.

Link des Monats (August): Labmeeting.com

Soziale Netzwerke gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Die Seite Labmeeting.com bedient jedoch eine spezielle Zielgruppe: Arbeitsgruppen (bio-)medizinischer Wissenschaften. Wenn du also eine experimentelle Doktorarbeit schreibst und mit Kollegen Laborprotokolle, Informationen oder Paper austauschen, dein Literaturverzeichnis auf dem neuesten Stand halten oder mit anderen Wissenschaftlern in Kontakt treten willst, bist du hier richtig.

Was bei StudiVZ, Facebook & Co. die Freundesliste, ist bei Labmeeting.com die Kontaktliste mit Kollegen und Mitarbeitern. Fotos und Videos entsprechen Papern bzw. Vorträgen und statt Mitglied in Gruppen bist du hier Mitglied eines Labors. Du gibst in deinem Profil auch keine Hobbies an, sondern wissenschaftliche Interessen und Methoden, mit denen du arbeitest.

Das Besondere an dem kostenlosen Service ist, dass du deine Paper-Sammlung und Vorträge hochladen und deinem Benutzerprofil hinzufügen kannst. Die bibliographischen Daten werden dabei automatisch von PubMed abgerufen und in deiner Literaturdatenbank eingetragen. Die PDF-Dateien werden dann in das iPaper-Format umgewandelt. So lassen sich die Dokumente online in jedem Web-Browser betrachten oder an Kollegen versenden. So hast du jederzeit weltweit Zugriff auf deine Paper und Vorträge.

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The intersection of online social networking with medical professionalism

Welche Informationen geben (zukünftige) Ärzte der Öffentlichkeit - also möglicherweise auch Patienten - auf Seiten wie StudiVZ, MySpace oder Facebook von sich preis?

Dazu ist kürzlich im Journal of General Internal Medicine eine Studie der University of Florida erschienen. Thompson, Dawson und Kollegen untersuchten darin die Facebook-Profile von Medizinstudenten und Assistenzärzten u.a. mit der Fragestellung, ob die Profile öffentlich zugänglich sind und dem Arztberuf unangemessene Inhalte enthalten.

Die Studie ergab, dass am College of Medicine der Uni Florida 44,5% der jungen Mediziner einen Facebook-Account haben. Knapp zwei Drittel aller Profile lassen sich öffentlich einsehen. Viele davon enthalten persönliche Angaben oder unangemessene Inhalte, die Ärzte öffentlich sonst lieber nicht mitteilen würden. Welcher Patient lässt sich z.B. gerne von einem Chirurgen operieren, der als Lieblingsfilm Texas Chainsaw Massacre angibt?

Die Autoren raten daher zu einem zurückhaltenden Umgang mit sozialen Netzwerken. Denn schließlich möchte nicht jeder in zehn Jahren noch unvorteilhafte Fotos aus seiner Studentenzeit unter die Nase gerieben bekommen.

J Gen Intern Med. 2008 Jul;23(7):954-7.

JAMA Classics: Celebrating 125 Years of Publication

Das Journal of the American Medical Association (JAMA) feiert sein 125jähriges Bestehen mit der Wiederveröffentlichung von Meilensteinen der Medizingeschichte. Darunter z.B. die Erstbeschreibung einer neuen Form der Darmentzündung in dem Beitrag "Regional Ileitis, A Pathologic and Clinical Entity" (Crohn und Kollegen, 1932) oder der Artikel "Studies in Human Subjects on Active Immunization Against Poliomyelitis" (Salk und Kollegen, 1953). Die zu Klassikern gewordenen Artikel werden in einer kurzen Einführung aus heutiger Sicht vorgestellt und dann der Originaltext abgedruckt. Die Originale lassen sich auch als PDF-Dateien herunterladen. In der Reihe "JAMA Classics" werden insgesamt 24 Artikel erscheinen.

Weitere Klassiker von 1823 bis heute, jedoch aus dem britischen Journal The Lancet, finden sich in dem Buch Vintage Papers from The Lancet (Elsevier 2005), z.B. J.P. Snows bahnbrechende epidemiologische Studie zu Cholera-Epidemien, die Entwicklung von Propranolol durch J.W. Black und die Erstbeschreibung des SARS-Erregers.

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Jugend operiert: 11jähriger Chirurgensohn am Skalpell

Oft beklagen sich chirurgische Assistenzärzte, zu selten operativ eingesetzt zu werden und chirurgische Fertigkeiten erst spät zu erlernen. Ein in Chile tätiger Chirurg allerdings hat es mit der Nachwuchsförderung etwas übertrieben: er wird von mehreren Patienten beschuldigt, bei einigen Operationen seinem elfjährigen Sohn das Skalpell überlassen und ihn die Eingriffe durchgeführt haben zu lassen.

Eine Patientin hatte geklagt, da ihr bei einer Hand-OP eine Sehne durchtrennt worden sei. Dabei habe sich herausgestellt, dass der 11jährige einen Großteil des Eingriffs durchgeführt und dabei die Sehne verletzt hatte. Anwesendes OP-Personal und Assistenten hätten nicht eingegriffen.

Link des Monats (Juli): MedPod 101

In der neuen Rubrik Link des Monats findest du besonders erwähnenswerte medizinische Internetseiten.

Den Anfang macht das von vier Ärzten gestartete Projekt MedPod 101, eine Sammlung medizinischer PodCasts zu verschiedenen Gebieten, z.B. Internal Medicine und Radiology. Die Audio-Dateien lassen sich herunterladen und so auf einem MP3-Player mitnehmen. So kannst du unterwegs, z.B. im Bus auf dem Weg zur Uni, noch schnell eine kurze Lektion zum Thema "Diabetes" oder "Das Kniegelenk in der Bildgebung" hören. Das Angebot ist kostenlos.

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Examensfeier

27.06.2008 - 15:00
27.06.2008 - 17:00

Am Freitag, 27. Juni ab 15:00 Uhr findet im Lehrgebäude L10 die Examensfeier statt. Anmeldung unter http://medicampus.uni-muenster.de/examen.html

Zitat:
Anlässlich des Abschlusses des Studiums der Humanmedizin möchte sich die Fakultät von Ihren Absolventen mit einer Feierstunde mit anschließendem Sektempfang verabschieden. Hierzu sind alle Prüflinge, ihre Familie und Freunde herzlich in den Hörsaal L10 des Zentralen Lehrgebäudes eingeladen.

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